ANTHBOT M5 Pro & M9 Pro:
Der MĂ€hroboter, der vier Navigationssysteme gleichzeitig nutzt.
360°-LiDAR, eine echte RTK-Referenzstation, NetRTK ĂŒber Mobilfunk und zwei KI-Kameras. Nicht als Entweder-oder, sondern alle vier parallel. Warum das mehr ist als ein Datenblatt-Argument und was die M Pro Serie im Garten tatsĂ€chlich leistet.
Bei MĂ€hrobotern ohne Begrenzungskabel gab es jahrelang zwei Lager. Das eine schwört auf RTK, also satellitengestĂŒtzte Positionsbestimmung mit Korrektursignal, und liefert damit auf offenen FlĂ€chen zentimetergenaue Bahnen. Das andere setzt auf LiDAR, tastet die Umgebung per rotierendem Laser ab und funktioniert deshalb auch dort weiter, wo kein Satellit hinkommt.
Beide Lager haben recht. Und beide haben ein Problem: Sie sind genau dort schwach, wo das jeweils andere System stark ist. RTK verliert unter dichten Baumkronen und in engen Passagen zwischen HauswĂ€nden die Genauigkeit. LiDAR wiederum tut sich auf einer groĂen, weitgehend leeren RasenflĂ€che schwer, weil es schlicht keine markanten Bezugspunkte gibt, an denen es sich orientieren könnte.
Die ANTHBOT M Pro Serie beendet diese Diskussion, indem sie beides einbaut. Und noch zwei Systeme obendrauf. ANTHBOT nennt das HoloSense Quad-Fusion Positioning. Wir schauen uns an, was dahintersteckt und fĂŒr welche GĂ€rten sich das lohnt.
Die Kurzfassung
Warum vier Systeme statt einem
Ein MĂ€hroboter muss zwei Fragen permanent beantworten: Wo bin ich? und Was liegt vor mir? Die erste Frage entscheidet darĂŒber, ob die Bahnen sauber parallel liegen oder ob der Roboter Streifen stehen lĂ€sst. Die zweite entscheidet darĂŒber, ob er ĂŒber den Gartenschlauch fĂ€hrt.
Ein einzelnes Sensorsystem beantwortet immer nur eine dieser Fragen gut, und auch das nur unter bestimmten Bedingungen. Genau hier setzt der Ansatz der M Pro Serie an: Statt sich auf eine Technologie zu verlassen, sammelt der Roboter durchgehend Daten aus allen vier Quellen und gleicht sie gegeneinander ab. Weicht eine Quelle ab, ĂŒberstimmen die anderen drei sie. ANTHBOT nennt dieses Verfahren Cross-Validation.
Der praktische Effekt: Der Wechsel zwischen den Systemen ist fĂŒr den Nutzer nicht wahrnehmbar. Der Roboter fĂ€hrt unter dem Apfelbaum genauso weiter wie auf der offenen FlĂ€che davor, weil in dem Moment, in dem das Satellitensignal schwĂ€cher wird, LiDAR und Kameras die FĂŒhrung ĂŒbernehmen. Es gibt keinen Moment, in dem das GerĂ€t stehenbleibt und nach Empfang sucht.

Die vier Bausteine im Detail
NetRTK ist bequem, hĂ€ngt aber am Mobilfunknetz. Wer schon einmal auf einem Feldweg zwischen Wertingen und Buttenwiesen telefoniert hat, weiĂ, dass die Abdeckung nicht ĂŒberall gleich ist. Bei einem GerĂ€t, das mehrmals pro Woche selbststĂ€ndig arbeiten soll, ist eine Antenne im eigenen Garten, die unabhĂ€ngig vom Netz funktioniert, kein technisches Detail, sondern der Unterschied zwischen zuverlĂ€ssig und gelegentlich.
Was die Konkurrenz anders macht
Ehrlicherweise: Die Kombination aus LiDAR und RTK ist 2026 kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Mehrere Hersteller sind auf diesen Zug aufgesprungen, und das ist gut so, weil es zeigt, dass der Ansatz funktioniert. Interessant wird es, wenn man genauer hinsieht, wie die einzelnen Hersteller kombinieren.
| Modell | NavigationsÂkonzept | Physische RTK-Station |
|---|---|---|
| ANTHBOT M5 Pro / M9 Pro | 360°-LiDAR + RTK + NetRTK + Dual-Vision (Quad-Fusion), 1 cm | im Lieferumfang |
| Segway Navimow i2 LiDAR | Solid-State-LiDAR + NetRTK + Vision (Triple-Fusion) | entfÀllt bewusst |
| Mammotion LUBA 3 AWD | 360°-LiDAR + NetRTK + KI-Vision (Tri-Fusion) | optional, deutlich höhere Preisklasse |
| ECOVACS GOAT O800 RTK | 3D-ToF-LiDAR-gestĂŒtztes RTK + Vision, 2 cm | nach vorn gerichteter Sensor statt 360° |
Segway hat bei der i2-LiDAR-Reihe die physische RTK-Antenne bewusst gestrichen und setzt komplett auf NetRTK. Mammotion bietet die Station optional an, spielt mit dem LUBA 3 AWD aber in einer Preisklasse ab etwa 2.700 Euro. ECOVACS kombiniert zwar ebenfalls LiDAR mit RTK, nutzt dafĂŒr aber einen nach vorn gerichteten 3D-ToF-Sensor und gibt die Genauigkeit mit 2 cm an.
Das eigentliche Argument fĂŒr die M Pro Serie ist deshalb nicht "LiDAR und RTK", sondern die VollstĂ€ndigkeit: rotierender 360°-LiDAR, physische Referenzstation, NetRTK als Alternative und zwei Kameras, alles zusammen ab 999 Euro. Wer die einzelnen Bausteine bei anderen Herstellern zusammensuchen will, landet entweder in einer höheren Preisklasse oder muss auf einen davon verzichten.
Das Werbevideo von ANTHBOT
Wer sich das GerÀt in Bewegung ansehen möchte, findet hier den offiziellen Produktfilm zum M9 Pro:
Quelle: ANTHBOT auf YouTube. Herstellervideo, entsprechend werblich.
M5 Pro oder M9 Pro? Der direkte Vergleich
Die Entscheidung ist erfreulich einfach, weil sich die beiden Modelle technisch kaum unterscheiden. Beide nutzen dasselbe HoloSense-Navigationssystem, dasselbe MÀhwerk, dieselbe SteigfÀhigkeit und dieselbe Zonenverwaltung. Unterschiedlich sind Akku, Laufzeit, empfohlene FlÀche und Preis.
| Merkmal | M5 Pro | M9 Pro |
|---|---|---|
| Empfohlene RasenflĂ€che | bis 500 mÂČ | bis 1.000 mÂČ |
| AkkukapazitÀt | 2,5 Ah | 5,0 Ah (90 Wh) |
| Laufzeit pro Ladung | ca. 60 Min. | ca. 90 Min. |
| Ladezeit | ca. 60 Min. | ca. 90 Min. |
| Gewicht | 10,1 kg | 10,4 kg |
| Navigation | identisch: 360°-LiDAR + RTK / NetRTK + zwei KI-Kameras | |
| MĂ€hwerk | identisch: 20 cm Messerteller, 5 frei bewegliche Klingen | |
| Max. Steigung | identisch: 45 % bzw. 24° | |
| MĂ€hzonen | identisch: bis zu 32 | |
| Preis (UVP) | 999,00 ⏠| 1.299,00 ⏠|
Messt eure tatsĂ€chliche RasenflĂ€che und rechnet nicht zu knapp. Liegt ihr bei 450 mÂČ und plant, kĂŒnftig noch ein StĂŒck Wiese in Rasen umzuwandeln, nehmt den M9 Pro. Der gröĂere Akku bedeutet weniger Ladezyklen, weniger Fahrten zur Station und in der Summe mehr Reserve an den Tagen, an denen das Gras schneller wĂ€chst als geplant. Bei einem klar begrenzten Reihenhausgarten ist der M5 Pro dagegen die vernĂŒnftigere Wahl.

MÀhwerk, Schnittbild und KantenmÀhen
Unter dem GehĂ€use sitzt ein 20 cm breiter Messerteller mit fĂŒnf frei beweglichen Klingen, die mit bis zu 2.500 Umdrehungen pro Minute laufen. Trifft eine Klinge auf einen harten Gegenstand, klappt sie zurĂŒck, statt zu brechen. Das ist bei modernen MĂ€hrobotern Standard und schont sowohl das Messer als auch den Gegenstand.
Das Prinzip ist Mulchen: Bei regelmĂ€Ăigem Betrieb werden nur die Halmspitzen gekĂŒrzt. Das feine Schnittgut fĂ€llt zwischen die Halme und verrottet dort als natĂŒrlicher DĂŒnger. Kein Fangkorb, kein Entsorgen, dafĂŒr ein Rasen, der ĂŒber die Saison hinweg messbar von seinem eigenen Schnittgut profitiert.
Die Schnitthöhe stellt ihr in der App zwischen 30 und 70 mm ein, und zwar fĂŒr jede der bis zu 32 Zonen separat. Die stark bespielte FlĂ€che hinterm Haus darf also höher stehen als der Zierrasen vorn. Auch Fahrtrichtung, Geschwindigkeit und Bahnabstand lassen sich pro Zone hinterlegen.
EdgeWiz: die Rasenkante ohne Nacharbeit
KantenmĂ€hen ist die Disziplin, an der sich MĂ€hroboter traditionell die ZĂ€hne ausbeiĂen. Der M Pro geht sie ungewöhnlich differenziert an. Weil die Kameras Rasen von befestigter FlĂ€che unterscheiden können, fĂ€hrt der Roboter exakt auf der Kante. Grenzt der Rasen ebenerdig an eine Terrasse oder einen Plattenweg, darf er sogar ein StĂŒck seines GehĂ€uses ĂŒber die Kante hinausschieben. Der Messerteller kommt dadurch so nah an den Rand, dass praktisch nichts stehen bleibt.
Der eigentliche Clou: Die Einstellung gilt nicht pauschal fĂŒr den ganzen Garten. Ihr könnt fĂŒr jeden Kantenabschnitt festlegen, wie sich der Roboter verhalten soll. Am offenen Ăbergang zur Terrasse fĂ€hrt er bis ganz nach auĂen, am empfindlichen Staudenbeet hĂ€lt er Abstand. Genau diese Einstellungen sind es, die aus einem guten Schnittbild ein sehr gutes machen.
An Mauern, ZĂ€unen und erhöhten Beeteinfassungen ist konstruktionsbedingt Schluss. Dort muss der Roboter Sicherheitsabstand halten, und je nach Gartengestaltung bleibt ein schmaler Streifen, den ihr von Hand nachschneidet. Das gilt allerdings fĂŒr jeden MĂ€hroboter am Markt, unabhĂ€ngig vom Hersteller.
Was der M9 Pro im Praxistest geleistet hat
Das Fachportal mein Gartenexperte hat den M9 Pro im Juli 2026 ĂŒber mehrere Wochen auf einem 500 mÂČ groĂen TestgelĂ€nde mit Hanglagen, Baumbewuchs, Wurzeln, engen Passagen und Rasenkanten geprĂŒft. Ergebnis: 4,5 von 5 Sternen. Die fĂŒr die Praxis relevanten Punkte:
Die Kombination der verschiedenen Sensoren sorgt offenbar dafĂŒr, dass kurze SchwĂ€chen eines einzelnen Systems ausgeglichen werden. Von diesen Wechseln bekommt man als Nutzer nichts mit.
Der Praxistipp aus dem Test
Legt die Fahrtrichtung am Hang so fest, dass der Roboter lÀngere Bahnen quer oder kontrolliert entlang der Neigung fÀhrt und nicht nach jeder kurzen Strecke wenden muss. Wendemanöver sind an steilen Stellen die einzige Situation, in der die Traktion an ihre Grenze kommt. Genau solche Feinheiten stellen wir bei einer Einrichtung vor Ort direkt mit ein.
Alle technischen Daten auf einen Blick
| Merkmal | M5 Pro | M9 Pro |
|---|---|---|
| RasenflĂ€che | bis 500 mÂČ | bis 1.000 mÂČ |
| Begrenzung | kein Begrenzungskabel; RTK / NetRTK, 360°-LiDAR, Dual-Kamera-KI-Vision | |
| Positionsgenauigkeit | bis 1 cm (Herstellerangabe, per Cross-Validation) | |
| Akku | Li-Ion 2,5 Ah | Li-Ion 5,0 Ah / 90 Wh |
| Laufzeit / Ladezeit | ca. 60 / 60 Min. | ca. 90 / 90 Min. |
| FlĂ€chenleistung | ca. 150 mÂČ pro Stunde | |
| Schnittbreite | 20 cm, 5 frei bewegliche Klingen, bis 2.500 U/min | |
| Schnitthöhe | 30 bis 70 mm, per App einstellbar | |
| MÀhstrategie | parallele Bahnen, U-förmiges Wegemuster | |
| MĂ€hzonen | bis zu 32, jeweils individuell konfigurierbar | |
| Max. Steigung | 45 % bzw. 24° | |
| Hindernishöhe | bis 3 cm ĂŒberfahrbar | |
| Engste Durchfahrt | ab 65 cm Breite | |
| LautstÀrke | unter 58 dB | |
| Schutzart | IPX6, Reinigung mit dem Gartenschlauch möglich | |
| Gewicht | 10,1 kg | 10,4 kg |
| KonnektivitÀt | WLAN, Bluetooth, integriertes 4G-Modul | |
| Sicherheit | Hebe- und Neigesensor, Regensensor, Not-Aus-Taste, SicherheitsschlĂŒssel, PIN-Code, Diebstahlortung | |
| Garantie | 3 Jahre (Herstellerangabe) | |
| UVP | 999,00 ⏠| 1.299,00 ⏠|
Angaben Stand Juli 2026 nach Herstellerdatenblatt und unabhÀngigem Testbericht. PreisÀnderungen vorbehalten.
đ Unsicher, welches Modell zu eurem Garten passt? Ruft an unter 08272 98884, wir gehen die FlĂ€che gemeinsam durch.
Beratung anfragen âWas ihr vor dem Kauf wissen solltet
Drei Punkte, die im Datenblatt nicht auf den ersten Blick auffallen, in der Praxis aber eine Rolle spielen.
ANTHBOT legt eine einjĂ€hrige Gratisnutzung fĂŒr den 4G- und NetRTK-Dienst bei. Danach fallen laufende Kosten an, wenn ihr den Dienst ĂŒber das Connect+-Abo weiternutzen wollt. Das ist bei allen Herstellern mit Mobilfunkanbindung ĂŒblich, gehört aber offen gesagt: Bei der Kalkulation solltet ihr es einplanen. Wichtig zu wissen: Der Roboter funktioniert auch ohne NetRTK weiter, denn dafĂŒr ist die mitgelieferte physische RTK-Station da. Ein weiteres gutes Argument, sie von Anfang an richtig aufzustellen.
Sehr kleine, flach liegende GegenstÀnde
Die KI-Hinderniserkennung ist auf ĂŒber 1.000 Objekte trainiert und kommt mit allem gut zurecht, was eine gewisse GröĂe hat: Gartenmöbel, SpielgerĂ€te, BlumenkĂŒbel, Tiere. Bei sehr kleinen, flach auf dem Rasen liegenden GegenstĂ€nden reagiert sie mĂ€Ăig zuverlĂ€ssig. Praktisch heiĂt das: RĂ€umt vor dem MĂ€hen kleines Spielzeug, Werkzeug und Kabel vom Rasen, so wie ihr es beim handgefĂŒhrten MĂ€her auch tun wĂŒrdet. Diese Empfehlung gilt fĂŒr MĂ€hroboter aller Hersteller und ist gerade in GĂ€rten mit Kindern und Haustieren ohnehin sinnvoll.
Die Karte entscheidet ĂŒber das Ergebnis
Die automatische Kartierung funktioniert gut, wenn der Rasen klar von Wegen und Mauern abgegrenzt ist. Grenzt er direkt an Beete, niedrige Bepflanzung oder ausladende BĂŒsche, kommt die Automatik an ihre Grenze, weil dort selbst fĂŒr das menschliche Auge nicht immer eindeutig ist, wo der Rasen endet. In solchen GĂ€rten liefert die manuelle Kartierung das deutlich bessere Ergebnis. Und weil eine saubere Karte ĂŒber Monate hinweg jedes einzelne MĂ€hergebnis bestimmt, lohnt es sich, hier von Anfang an sorgfĂ€ltig zu arbeiten.
FĂŒr wen die M Pro Serie passt
Wo ihr besser zu einem anderen GerÀt greift
Ehrlich bleibt ehrlich: Bei dauerhaft stark geneigten FlĂ€chen nahe der 45-Prozent-Marke ist ein Modell mit Allradantrieb die bessere Wahl. Der M Pro schafft die Steigung, tut sich beim Wenden an solchen Stellen aber schwerer. Und oberhalb von 1.000 mÂČ arbeitet ihr gegen die Auslegung des GerĂ€ts. Sprecht uns in beiden FĂ€llen an, wir haben passende Alternativen im Programm.
Kaufen und einrichten lassen in Wertingen
Einen MĂ€hroboter kann man ĂŒberall bestellen. Der Unterschied zeigt sich nicht beim Kauf, sondern in der ersten Saison. Ein M Pro entfaltet sein Potenzial erst, wenn drei Dinge stimmen: der Standort der RTK-Antenne, die QualitĂ€t der Karte und die Kanteneinstellungen je Abschnitt.

đ§ Installation und Einrichtung durch uns: Umfang und Preis richten sich nach eurem GrundstĂŒck. Wir machen euch ein individuelles Angebot.
Angebot anfordern âANTHBOT M Pro live ansehen.
M5 Pro und M9 Pro bei Landtechnik Breindl in Wertingen. Beratung, Einrichtung vor Ort und ein Ansprechpartner, den ihr auch nach dem Kauf noch erreicht. FĂŒr den ganzen Landkreis Dillingen und Umgebung.
Jetzt Kontakt aufnehmen âFAQ: ANTHBOT M5 Pro und M9 Pro
