Der Mähroboter, der vier Navigationssysteme gleichzeitig nutzt.
360°-LiDAR, eine echte RTK-Referenzstation, NetRTK über Mobilfunk und zwei KI-Kameras, alle vier parallel. Warum das mehr ist als ein Datenblatt-Argument und was die M Pro Serie im Garten leistet.
Bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel gab es jahrelang zwei Lager. Das eine schwört auf RTK, also satellitengestützte Positionsbestimmung mit Korrektursignal, und liefert damit auf offenen Flächen zentimetergenaue Bahnen. Das andere setzt auf LiDAR, tastet die Umgebung per rotierendem Laser ab und funktioniert deshalb auch dort weiter, wo kein Satellit hinkommt.
Beide Lager haben recht. Und beide haben ein Problem: Sie sind genau dort schwach, wo das jeweils andere System stark ist. RTK verliert unter dichten Baumkronen und in engen Passagen zwischen Hauswänden die Genauigkeit. LiDAR wiederum tut sich auf einer großen, weitgehend leeren Rasenfläche schwer, weil es schlicht keine markanten Bezugspunkte gibt, an denen es sich orientieren könnte.
Die ANTHBOT M Pro Serie beendet diese Diskussion, indem sie beides einbaut. Und noch zwei Systeme obendrauf. ANTHBOT nennt das HoloSense Quad-Fusion Positioning. Wir schauen uns an, was dahintersteckt und für welche Gärten sich das lohnt.
Die Kurzfassung
Warum vier Systeme statt einem
Ein Mähroboter muss zwei Fragen permanent beantworten: Wo bin ich? und Was liegt vor mir? Die erste Frage entscheidet darüber, ob die Bahnen sauber parallel liegen oder ob der Roboter Streifen stehen lässt. Die zweite entscheidet darüber, ob er über den Gartenschlauch fährt.
Ein einzelnes Sensorsystem beantwortet immer nur eine dieser Fragen gut, und auch das nur unter bestimmten Bedingungen. Genau hier setzt der Ansatz der M Pro Serie an: Statt sich auf eine Technologie zu verlassen, sammelt der Roboter durchgehend Daten aus allen vier Quellen und gleicht sie gegeneinander ab. Weicht eine Quelle ab, überstimmen die anderen drei sie. ANTHBOT nennt dieses Verfahren Cross-Validation.
Der praktische Effekt: Der Wechsel zwischen den Systemen ist für den Nutzer nicht wahrnehmbar. Der Roboter fährt unter dem Apfelbaum genauso weiter wie auf der offenen Fläche davor, weil in dem Moment, in dem das Satellitensignal schwächer wird, LiDAR und Kameras die Führung übernehmen. Es gibt keinen Moment, in dem das Gerät stehenbleibt und nach Empfang sucht.

Die vier Bausteine im Detail
NetRTK ist bequem, hängt aber am Mobilfunknetz. Wer schon einmal auf einem Feldweg rund um Wertingen telefoniert hat, weiß, dass die Abdeckung nicht überall gleich ist. Bei einem Gerät, das mehrmals pro Woche selbstständig arbeiten soll, ist eine Antenne im eigenen Garten, die unabhängig vom Netz funktioniert, kein technisches Detail, sondern der Unterschied zwischen zuverlässig und gelegentlich.
Was die Konkurrenz anders macht
Die Kombination aus LiDAR und RTK ist 2026 kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Mehrere Hersteller sind auf diesen Zug aufgesprungen, und das ist gut so, weil es zeigt, dass der Ansatz funktioniert. Interessant wird es, wenn man genauer hinsieht, wie die einzelnen Hersteller kombinieren.
| Modell | Navigationskonzept | Physische RTK-Station |
|---|---|---|
| ANTHBOT M5 Pro / M9 Pro | 360°-LiDAR + RTK + NetRTK + Dual-Vision (Quad-Fusion), 1 cm | im Lieferumfang |
| Segway Navimow i2 LiDAR | Solid-State-LiDAR + NetRTK + Vision (Triple-Fusion) | entfällt bewusst |
| Mammotion LUBA 3 AWD | 360°-LiDAR + NetRTK + KI-Vision (Tri-Fusion) | optional, deutlich höhere Preisklasse |
| ECOVACS GOAT O800 RTK | 3D-ToF-LiDAR-gestütztes RTK + Vision, 2 cm | nach vorn gerichteter Sensor statt 360° |
Segway hat bei der i2-LiDAR-Reihe die physische RTK-Antenne bewusst gestrichen und setzt komplett auf NetRTK. Mammotion bietet die Station optional an, spielt mit dem LUBA 3 AWD aber in einer Preisklasse ab etwa 2.700 Euro. ECOVACS kombiniert zwar ebenfalls LiDAR mit RTK, nutzt dafür aber einen nach vorn gerichteten 3D-ToF-Sensor und gibt die Genauigkeit mit 2 cm an.
Das Argument für die M Pro Serie ist deshalb die Vollständigkeit: rotierender 360°-LiDAR, physische Referenzstation, NetRTK als Alternative und zwei Kameras in einem Gerät. Den M9 Pro gibt es bei uns für 1.149,99 Euro. Wer die einzelnen Bausteine bei anderen Herstellern zusammensuchen will, landet entweder in einer höheren Preisklasse oder muss auf einen davon verzichten.
Das Werbevideo von ANTHBOT
Wer sich das Gerät in Bewegung ansehen möchte, findet hier den offiziellen Produktfilm zum M9 Pro:
Quelle: ANTHBOT auf YouTube. Herstellervideo, entsprechend werblich.
M5 Pro oder M9 Pro? Der direkte Vergleich
Die Entscheidung ist erfreulich einfach, weil sich die beiden Modelle technisch kaum unterscheiden. Beide nutzen dasselbe HoloSense-Navigationssystem, dasselbe Mähwerk, dieselbe Steigfähigkeit und dieselbe Zonenverwaltung. Unterschiedlich sind Akku, Laufzeit, empfohlene Fläche und Preis.
| Merkmal | M5 Pro | M9 Pro |
|---|---|---|
| Empfohlene Rasenfläche | bis 500 m² | bis 1.000 m² |
| Akkukapazität | 2,5 Ah | 5,0 Ah (90 Wh) |
| Laufzeit pro Ladung | ca. 60 Min. | ca. 90 Min. |
| Ladezeit | ca. 60 Min. | ca. 90 Min. |
| Gewicht | 10,1 kg | 10,4 kg |
| Navigation | identisch: 360°-LiDAR + RTK / NetRTK + zwei KI-Kameras | |
| Mähwerk | identisch: 20 cm Messerteller, 5 frei bewegliche Klingen | |
| Max. Steigung | identisch: 45 % bzw. 24° | |
| Mähzonen | identisch: bis zu 30 | |
| Preis bei Landtechnik Breindl | nicht im Shop | 1.149,99 € |
Miss deine tatsächliche Rasenfläche und rechne nicht zu knapp. Liegst du bei 450 m² und planst, künftig noch ein Stück Wiese in Rasen umzuwandeln, nimm den ANTHBOT M9 Pro. Der größere Akku bedeutet weniger Ladezyklen, weniger Fahrten zur Station und in der Summe mehr Reserve an den Tagen, an denen das Gras schneller wächst als geplant. Bei einem klar begrenzten Reihenhausgarten reicht ein kleineres Modell. Den M5 Pro haben wir allerdings nicht im Shop. Für Flächen bis 500 m² gibt es bei uns den ANTHBOT M5 LiDAR für 819,99 €. Er navigiert nur mit 360°-LiDAR und zwei Kameras, ohne RTK und ohne Referenzstation.

Mähwerk, Schnittbild und Kantenmähen
Unter dem Gehäuse sitzt ein 20 cm breiter Messerteller mit fünf frei beweglichen Klingen, die mit bis zu 2.500 Umdrehungen pro Minute laufen. Trifft eine Klinge auf einen harten Gegenstand, klappt sie zurück, statt zu brechen. Das ist bei modernen Mährobotern Standard und schont sowohl das Messer als auch den Gegenstand.
Das Prinzip ist Mulchen: Bei regelmäßigem Betrieb werden nur die Halmspitzen gekürzt. Das feine Schnittgut fällt zwischen die Halme und verrottet dort als natürlicher Dünger. Kein Fangkorb, kein Entsorgen, dafür ein Rasen, der über die Saison hinweg von seinem eigenen Schnittgut profitiert.
Die Schnitthöhe stellst du in der App zwischen 30 und 70 mm ein, und zwar für jede der bis zu 30 Zonen separat. Die stark bespielte Fläche hinterm Haus darf also höher stehen als der Zierrasen vorn. Auch Fahrtrichtung, Geschwindigkeit und Bahnabstand lassen sich pro Zone hinterlegen.
EdgeWiz: die Rasenkante ohne Nacharbeit
Kantenmähen ist die Disziplin, an der sich Mähroboter traditionell die Zähne ausbeißen. Der M Pro geht sie ungewöhnlich differenziert an. Weil die Kameras Rasen von befestigter Fläche unterscheiden können, fährt der Roboter exakt auf der Kante. Grenzt der Rasen ebenerdig an eine Terrasse oder einen Plattenweg, darf er sogar ein Stück seines Gehäuses über die Kante hinausschieben. Der Messerteller kommt dadurch so nah an den Rand, dass praktisch nichts stehen bleibt.
Die Einstellung gilt nicht pauschal für den ganzen Garten. Du kannst für jeden Kantenabschnitt festlegen, wie sich der Roboter verhalten soll. Am offenen Übergang zur Terrasse fährt er bis ganz nach außen, am empfindlichen Staudenbeet hält er Abstand. Genau diese Einstellungen sind es, die aus einem guten Schnittbild ein sehr gutes machen.
An Mauern, Zäunen und erhöhten Beeteinfassungen ist konstruktionsbedingt Schluss. Dort muss der Roboter Sicherheitsabstand halten, und je nach Gartengestaltung bleibt ein schmaler Streifen, den du von Hand nachschneidest. Das gilt allerdings für jeden Mähroboter am Markt, unabhängig vom Hersteller.
Was der M9 Pro im Praxistest geleistet hat
Das Fachportal mein Gartenexperte hat den M9 Pro im Juli 2026 über mehrere Wochen auf einem 500 m² großen Testgelände mit Hanglagen, Baumbewuchs, Wurzeln, engen Passagen und Rasenkanten geprüft. Ergebnis: 4,5 von 5 Sternen. Die für die Praxis relevanten Punkte:
Die Kombination der verschiedenen Sensoren sorgt offenbar dafür, dass kurze Schwächen eines einzelnen Systems ausgeglichen werden. Von diesen Wechseln bekommt man als Nutzer nichts mit.
Der Praxistipp aus dem Test
Leg die Fahrtrichtung am Hang so fest, dass der Roboter längere Bahnen quer oder kontrolliert entlang der Neigung fährt und nicht nach jeder kurzen Strecke wenden muss. Wendemanöver sind an steilen Stellen die einzige Situation, in der die Traktion an ihre Grenze kommt. Genau solche Feinheiten stellen wir bei einer Einrichtung vor Ort direkt mit ein.
Alle technischen Daten auf einen Blick
| Merkmal | M5 Pro | M9 Pro |
|---|---|---|
| Rasenfläche | bis 500 m² | bis 1.000 m² |
| Begrenzung | kein Begrenzungskabel; RTK / NetRTK, 360°-LiDAR, Dual-Kamera-KI-Vision | |
| Positionsgenauigkeit | bis 1 cm (Herstellerangabe, per Cross-Validation) | |
| Akku | Li-Ion 2,5 Ah | Li-Ion 5,0 Ah / 90 Wh |
| Laufzeit / Ladezeit | ca. 60 / 60 Min. | ca. 90 / 90 Min. |
| Flächenleistung | ca. 150 m² pro Stunde | |
| Schnittbreite | 20 cm, 5 frei bewegliche Klingen, bis 2.500 U/min | |
| Schnitthöhe | 30 bis 70 mm, per App einstellbar | |
| Mähstrategie | parallele Bahnen, U-förmiges Wegemuster | |
| Mähzonen | bis zu 30, jeweils individuell konfigurierbar | |
| Max. Steigung | 45 % bzw. 24° | |
| Hindernishöhe | bis 3 cm überfahrbar | |
| Engste Durchfahrt | ab 65 cm Breite | |
| Lautstärke | maximal 58 dB | |
| Schutzart | IPX6, Reinigung mit dem Gartenschlauch möglich | |
| Gewicht | 10,1 kg | 10,4 kg |
| Konnektivität | WLAN, Bluetooth, integriertes 4G-Modul | |
| Sicherheit | Hebe- und Neigesensor, Regensensor, Not-Aus-Taste, Sicherheitsschlüssel, PIN-Code, Diebstahlortung | |
| Garantie | 3 Jahre (Herstellerangabe) | |
| Preis bei Landtechnik Breindl | nicht im Shop | 1.149,99 € |
Technische Angaben Stand Juli 2026 nach Herstellerdatenblatt und unabhängigem Testbericht, Preise und Zonenzahl Stand Oktober 2026 aus unserem Shop. Preisänderungen vorbehalten.
📞 Unsicher, welches Modell zu deinem Garten passt? Ruf an unter 08272 98884, wir gehen die Fläche gemeinsam durch.
Beratung anfragen →Was du vor dem Kauf wissen solltest
Drei Punkte, die im Datenblatt nicht auf den ersten Blick auffallen, in der Praxis aber eine Rolle spielen.
ANTHBOT legt eine einjährige Gratisnutzung für den 4G- und NetRTK-Dienst bei. Danach fallen laufende Kosten an, wenn du den Dienst über das Connect+-Abo weiternutzen willst. Das ist bei allen Herstellern mit Mobilfunkanbindung üblich, gehört aber in deine Kalkulation. Wichtig zu wissen: Der Roboter funktioniert auch ohne NetRTK weiter, denn dafür ist die mitgelieferte physische RTK-Station da. Ein weiteres gutes Argument, sie von Anfang an richtig aufzustellen.
Sehr kleine, flach liegende Gegenstände
Die KI-Hinderniserkennung ist auf über 1.000 Objekte trainiert und kommt mit allem gut zurecht, was eine gewisse Größe hat: Gartenmöbel, Spielgeräte, Blumenkübel, Tiere. Bei sehr kleinen, flach auf dem Rasen liegenden Gegenständen reagiert sie mäßig zuverlässig. Praktisch heißt das: Räum vor dem Mähen kleines Spielzeug, Werkzeug und Kabel vom Rasen, so wie du es beim handgeführten Mäher auch tun würdest. Diese Empfehlung gilt für Mähroboter aller Hersteller und ist gerade in Gärten mit Kindern und Haustieren ohnehin sinnvoll.
Die Karte entscheidet über das Ergebnis
Die automatische Kartierung funktioniert gut, wenn der Rasen klar von Wegen und Mauern abgegrenzt ist. Grenzt er direkt an Beete, niedrige Bepflanzung oder ausladende Büsche, kommt die Automatik an ihre Grenze, weil dort selbst für das menschliche Auge nicht immer eindeutig ist, wo der Rasen endet. In solchen Gärten liefert die manuelle Kartierung das deutlich bessere Ergebnis. Und weil eine saubere Karte über Monate hinweg jedes einzelne Mähergebnis bestimmt, lohnt es sich, hier von Anfang an sorgfältig zu arbeiten.
Für wen die M Pro Serie passt
Wo du besser zu einem anderen Gerät greifst
Bei dauerhaft stark geneigten Flächen nahe der 45-Prozent-Marke ist ein Modell mit Allradantrieb die bessere Wahl. Der M Pro schafft die Steigung, tut sich beim Wenden an solchen Stellen aber schwerer. Und oberhalb von 1.000 m² arbeitest du gegen die Auslegung des Geräts. Für große Flächen gibt es bei uns zum Beispiel den ANTHBOT Genie 3000 für bis zu 3.600 m². Sprich uns in beiden Fällen an. Ob für deinen Garten überhaupt ein Gerät ohne Kabel passt, klärt unser Ratgeber Mähroboter mit oder ohne Begrenzungskabel.
Kaufen und einrichten lassen in Wertingen
Einen Mähroboter kann man überall bestellen. Der Unterschied zeigt sich in der ersten Saison. Ein M Pro mäht erst dann richtig gut, wenn drei Dinge stimmen: der Standort der RTK-Antenne, die Qualität der Karte und die Kanteneinstellungen je Abschnitt. Wie die Einrichtung bei uns abläuft, steht auf der Seite zur ANTHBOT-Installation.

🔧 Installation und Einrichtung durch uns: Umfang und Preis richten sich nach deinem Grundstück. Wir machen dir ein individuelles Angebot.
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M9 Pro und M5 LiDAR bei Landtechnik Breindl in Wertingen. Beratung, Einrichtung vor Ort und ein Ansprechpartner, den du auch nach dem Kauf noch erreichst. Für den Raum Wertingen und Meitingen.
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