9 Minuten laden,
3.000 Zyklen –
und kein Kompromiss
mehr bei Leistung
Das STIHL ALLPRO-System bringt Tabless-Zellentechnologie, verdoppelte Lebensdauer und ein Schnellladegerät fürs Feld. Was das in der Praxis bedeutet – erklärt ohne Werbesprache.
Wer professionell mit Akku-Geräten arbeitet, kennt das Problem: Im letzten Drittel der Ladung lässt die Leistung nach. Der Akku braucht eine halbe Stunde Pause. Ein Reserveakku muss immer dabei sein. STIHL hat mit dem ALLPRO-System alle drei Punkte auf einmal angegangen – und zwar auf eine technologisch interessante Art.
Dieser Beitrag erklärt, was hinter der Tabless-Technologie steckt, was das neue Schnellladegerät wirklich kann – und ob sich der Umstieg für bestehende AP-Kunden lohnt.
Das STIHL ALLPRO-System ist ab dem 1. August 2026 ausschließlich beim STIHL-Fachhändler erhältlich. Preise werden kurz vor dem Launch kommuniziert.
1. Tabless-Zellen – was das wirklich bedeutet
In klassischen Lithium-Ionen-Zellen wird der Strom über schmale Metallstreifen – sogenannte Tabs – abgeleitet. Das funktioniert gut, ist aber bei hohen Leistungen ein Engpass: Die Tabs erwärmen sich, der Innenwiderstand steigt, die nutzbare Energie sinkt – besonders gegen Ende der Ladung.
Tabless-Zellen lösen dieses Problem, indem sie Elektrode und Zellkern direkt und flächig verbinden. Kein schmaler Ableiter, kein Engpass. Der Strom fließt gleichmäßiger – bei Volllast wie bei zehn Prozent Restladung.
Das klingt abstrakt – in der Praxis bedeutet es: Der Akku arbeitet bis zur letzten Reserve auf demselben Niveau. Kein Sägeblatt, das gegen Ende des Akkus zieht. Kein Gerät, das kurz vor dem Wiederaufladen drosselt.
2. AP 300.0 P – der Flaggschiff-Akku im Detail
Der AP 300.0 P ist das Flaggschiff des neuen Systems. Mit 333 Wh Kapazität und einer maximalen Leistungsabgabe von 4 kW ist er für Dauerbetrieb unter Profibedingungen ausgelegt – und bringt dabei nur 1,9 kg auf die Waage.
| Kapazität | 333 Wh |
| Gewicht | 1,9 kg |
| Max. Leistungsabgabe | 4 kW |
| Ladezyklen | 3.000 ohne Leistungseinbußen |
| Schutzklasse | IPX5 (Strahlwasserschutz) |
| Zelltechnologie | Tabless-Lithium-Ionen |
| Ladezeit auf 80 % | 9 Min. mit AL 1802 MO (25–40 °C) |
Die IPX5-Schutzklasse bedeutet Strahlwasserschutz – der Akku hält direktem Wasserstrahl stand. Das Vorgänger-System AP war lediglich nach IPX4 (Spritzwasser) zertifiziert. Ein spürbarer Unterschied für den Einsatz im Regen oder beim Reinigen der Geräte.
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Vormerken →3. AL 1802 MO – Schnellladen direkt auf dem Feld
Das „MO" steht für Mobile – und das ist Programm. Das AL 1802 MO ist für den Einsatz direkt an der Arbeitsstelle konzipiert, nicht für die Werkstatt. Mit 1.800 Watt Ladeleistung ermöglicht es die 9-Minuten-Schnellladung auf 80 % – sofern Akku und Umgebung zwischen 25 und 40 °C liegen.
Das Gerät kann zwei Akkus gleichzeitig laden oder einen einzelnen Akku im priorisierten Schnelllade-Modus bevorzugen. Für Profis mit mehreren Akkus im Einsatz ein echter Vorteil.
| Ladeleistung | 1.800 Watt |
| Gewicht | 7,5 kg |
| Schutzklasse | IPX4 (Spritzwasserschutz) |
| Parallelbetrieb | 2 Akkus gleichzeitig oder 1 im Schnelllade-Modus |
| Ladezeit auf 80 % | 9 Minuten (25–40 °C) |
| Einsatzbereich | Mobil / Outdoor |
Die 9-Minuten-Ladezeit gilt nur bei Akku- und Umgebungstemperaturen zwischen 25 und 40 °C. Bei Kälte verlängert sich die Ladezeit automatisch – das schützt die Zellen. Im Winter realistisch mit 15–25 Minuten kalkulieren.
4. ALLPRO vs. AP-System – was sich ändert
Die Zahlen sprechen für sich. Hier der direkte Vergleich der beiden Systeme:
| Kriterium | AP-System (alt) | ALLPRO (neu) |
|---|---|---|
| Ladezeit auf 80 % | ca. 30–45 Min. | 9 Minuten |
| Ladezyklen | ca. 1.500 | 3.000 (+100 %) |
| Max. Leistung | < 4 kW | 4 kW |
| Leistung bei Entladung | Abfall gegen Ende | Konstant (jeder Ladestand) |
| Akkuschutz | IPX4 | IPX5 (verbessert) |
| Kompatible Geräte | AP-Geräte | AP + ALLPRO (80+) |
Der größte Unterschied im Alltag ist nicht die Ladezeit – es ist die konstante Leistung. Wer nicht mehr auf den Akkustand achten muss, arbeitet einfach konzentrierter.
5. Kompatibilität – Ihre Investition bleibt sicher
Das ALLPRO-System löst das AP-System ab – aber es ersetzt es nicht einfach. ALLPRO-Akkus funktionieren auf allen AP-Geräten, und AP-Akkus können weiterhin in neuen ALLPRO-Geräten genutzt werden. Mehr als 80 STIHL-Geräte werden unterstützt: Kettensägen, Freischneider, Heckenscheren, Blasgeräte, Motorsensen und weitere.
Wer also heute in ein AP-Gerät investiert hat, verliert beim Umstieg nichts. Das neue System ist ein echtes Upgrade – kein Systembruch, der die bisherige Flotte entwertet.
STIHL investiert 175 Millionen Euro in die Akku-Transformation in Deutschland. Das ALLPRO-System wurde passend zum 100-jährigen Firmenjubiläum vorgestellt – ein Zeichen, wie ernst das Unternehmen den Wechsel zur Akku-Technik nimmt.
6. Fazit: Lohnt der Umstieg?
Das ALLPRO-System ist kein Marketing-Upgrade mit neuem Label. Die Tabless-Technologie ist ein echter technologischer Schritt, der in drei Bereichen gleichzeitig wirkt: schnelleres Laden, längere Lebensdauer, konstantere Leistung. Wer im Profibetrieb arbeitet und heute noch mit einem Reserveakku plant, kann diesen Gedanken mit dem ALLPRO-System hinter sich lassen.
Für bestehende AP-Kunden ist das Risiko überschaubar: Die alte Flotte behält ihren Wert, neue Akkus sind sofort einsetzbar. Der einzige Grund, nicht umzusteigen, ist der Preis – und der wird beim Launch kommuniziert.
Stand Mai 2026 hat STIHL noch keine Preise für das ALLPRO-System kommuniziert. Sprechen Sie uns an – wir informieren Sie, sobald die Konditionen feststehen.
Interesse am STIHL ALLPRO?
Ab 1. August 2026 beim STIHL-Fachhändler. Wir beraten Sie persönlich, welche Kombination aus Akku und Ladegerät zu Ihrer Flotte passt – und informieren Sie vorab, sobald Preise feststehen.
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